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2006-03-18

Studie der Kanadischen Musikindustrie

Kanadas Musikindustrie hat eine Studie zum Thema P2P durchgeführt. Dabei kamen überraschende Ergebnisse heraus - überraschend zumindest, wenn man den bisherigen Behauptungen der Musikindustrie geglaubt hat.

    Die Ergebnisse kurz im Einzelnen:
  • Bei denen, die Tauschbörsen für den Musikdownload verwenden, kommen lediglich ein Drittel der Musik auf dem Computer aus dieser Quelle. Der Rest kommt aus unstrittig legalen Quellen, den größten Posten machen Kopien von selbst gekauften CD aus.
  • 75% kaufen zumindest teilweise die Musik, die sie aus Tauschbörsen heruntergeladen haben, anschließen als CD.
  • Diejenigen, die am meisten Musik downloaden, kaufen auch am meisten CD. Während die Altersgruppe über 55 zwar kaum Musik aus Tauschbörsen bezieht, kauft sie aber auch kaum Musik. (Das selbe gilt übrigens für Film-DVD.)
  • Nur 10% der Befragten kaufen weniger Musik, weil sie sie aus Tauschbörsen bekommen. Bei allen anderen hat der Kaufrückgang andere Gründe (zum Beispiel, dass es keine gute Musik gibt mit 14%).
Also, ich bleibe dabei: So lange die Musikindustrie massenhaft ihre eigenen, besten Kunden verklagt, kaufe ich keine Musik mehr von den Majors. Es gibt genug gute Musik bei den Independent Labels - und die geben das Geld wenigstens an die Künstler weiter, anstatt davon Anwälte zu bezahlen, die mich anschließend verklagen.

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